tomtomtofu 2017 ……….. Er ist wieder da!

Nach langer Pause und drei tollen Touren im Winter 2016/17 melde ich mich wieder zurück! Jetzt arbeite ich fieberhaft daran, die Blogs nachzutragen und die Webseite wieder auf Hochglanz zu bringen. Und natürlich sitze ich über alten und neuen Tourplänen und feile daran herum.

Bei Tomtomtravel findet ihr Radtouren in Südostasien, China und Zentralasien. Wir fahren nur in kleinsten Gruppen und ohne Begleitfahrzeug und vermeiden Innlandsflüge. Damit setzen wir uns deutlich von anderen Anbietern ab. Die Touren sind so geschneidert, dass sich bis zu drei Touren auch am Stück fahren lassen. Das ist Abenteuer pur und vermindert die CO2 Emmissionen!

So kommt 2018 dann auch wieder der Pamir Higway als dreiteiliger Kombitour „Silkroad Special“
und Tomtomtravel radelt 2018 wieder in CHINA!

Für meine Megatour 2020 , von Berlin nach Tokio zu den Olympischen Spielen in Japan, über 6 Monate und 14.000 Kilometer laufen die Vorbereitungen! Es gibt es schon eine gute handvoll Anwärter und im Juni 2017 ein erstes Treffen aller Interessierten!

Und vergesst mir meine Pandora nicht, 2017 konnte ich mehr als 1000 € für Blutspenden dort abgeben, Vielen Dank an alle Spender, aber das burmesische Mädchen braucht weiter unser aller Hilfe!

Tomtomtravel-Radreisen gibt es auch auf Facebook!

Fragen bitte an: tomtomtofu@gmx.de oder  info@tomtomtravel.com

Viel Freude beim Lesen und bleibt mir treu!

 



Auf dem Ho Chi Minh Pfad-Reisebericht Teil 3/5

14. April 2017, 03:58 Uhr

Von Ninh Binh nach Sam Son ans Meer und dann oben auf dem Ho Chi Minh Pfad entlang bis zum Ke Bang Nationalpark, vom 12. November 2016 bis zum 17. November 2016, Wetter endlich in Ordnung bei Wolken, Sonne und ohne Regen!

Nach dem Frühstück im Hotel geht es dann gleich in Richtung Süden und in Richtung mehr, erst zwei Kilometer auf der hauptstraße, dann Nebenstrecke und dann eine dünnes asphaltiertes band durch die Pampa. Die wenigen Schlaglöchter kann man umfahren, denn verkehr gibt es so gut wie nicht, ab und an braust mal eine Reisbäuerin auf dem Moped vorbei. Es geht durch kleine Dörfer und Reisfelder, dazwischen immer wieder Flächen mit vielen Gräbern. Auf der Straße fallen die überfahrenen Reisfeldratten auf, die sind dann immer auf Handtuchgröße ausgewalzt und je nach „Frischegrad“ sehr unappetitlich anzusehen. nach 30 km erreichen wir die kleine Stadt Phat Diem. Die ist bekannt für ihre mehr als 120 jahre alte Kathedrale. Der katholische Gebäudekomplex ähnelt von außen aber eher einem buddhistischen Tempel, aber im Hauptschiff gibt es dann doch einen prächtigen Altar mit großem Jesusbild.Wir schlendern ein wenig durch die Anlage und lassen uns beeindrucken von den Jesusfiguren und den mariabildern, die eigentlich so gar nicht hier in die vietnamesische Landschaft hineinpassen, kulturell wie landschaftlich.

Kleine Straßen und plattes Land, eine große Brücke über den Ma Fluss und dann auf einer neuen Staße bis zum Seebad Sam Son, wo die Vietnamesen viel Neues planen. der Strand erstreckt sich über fast 3 Kilometer bis zum Planungshorizont, ein Kilometer ist das „Historische Sam Son, also ein Dorf mit ein paar Hotels, die anderen 2 Kilometer hat man sich an Nha Trang und anderen Städetne oreintiert und baut weit, groß und viel. Doch im Moment ist hier Offseason, also nur sehr wenig bis gar nix los. Gut für uns und für die Hotelpreise. Natürlich machen wir unser Strandfoto und stecken die Füße ins Meer, zum badeb ist es uns am Abend noch ein wenig zu frisch, nur Simone wagt einen Abstecher in frische Nass, das dann eigentlich gar nicht so frisch ist. Abends haben wir dann das Restaurant fast für uns alleine, zwar hat die Dame kaum Fisch da, aber der Koch saust schnell mit dem Moped los und holt frischen Fisch, Shrimps und Tintenfisch. Ebenso kann ich die Truppe zu Muscheln überreden, die in Chilie und Zitronengras gekocht werden.

 

Auf dem Ho Chi Minh Pfad-Reisebericht Teil 2/5

9. April 2017, 11:26 Uhr

Von der Parfümpagode nach Ninh Binh in die „Trockene Halong Bucht“, dort Rundfahrt  und Ruhetag, endlich besseres Wetter um die 24 Grad, vom 10.November 2017 bis zum 12.November 2017

Will das Wetter sich nicht bessern? Der Wetterbericht hat es aber doch versprochen. Na gut, bei leichtem Niesel geht es los, zwischen den karstbergen durch und einen Hügel hinauf und wieder hinunter. Dahinter klart es gleich ein wenig auf und wir landen an einer Baustelle. Keine gewöhnliche baustelle, sondern eine Tempelbaustelle.

Inmitten eines halbfertigen, uansehnlichen Betonbaus sitze eine Guanyin Figur von beträchtlicher Größe, gute 8 bis 10 Meter ist sie groß, über dem ersten Gebäude am Berg ensteht noch ein weiteres und weiter oben noch eins. Tempel bauen ist hier in der Region angesagt. Heute Nachmittag werden wir nnoch den Bai Dinh Tempekl erreichen, der war 2004 noch eine Baustelle und ist heute der größte buddhistische Tempel in Vietnam, wenn nicht gar in Südostasien und hier 50 Kilometer weg ensteht jetzt nun ein weiterer Tempel ähnlichen Ausmaßes. Wird also wieder interessant, in den nächsten Jahren den Baufortschritt beobachten zu können, heute ist es nur Schlamm und Dreck und Beton mit einer Bronzefigur inmitten.

Vor uns breitet sich ein großer See aus und ein paar Berge sind rundherum und in der Mitte verteilt, die kleine Straße führt am see entlang und dann einen Hügel hinauf, noch einmal links ein weißer Buddha am Berg und dann eine schöne kleine Abfahrt ins Grüne. Unten dann wieder etwas flacheres Land, aber aus der Ferne grüßen schon die Karstkegel der Ninh Binh Region, die in Reiseführern immer als „Trockene Halong Bucht “ verkauft werden. Zum einen ist es keine Bucht, sondern eine Bergregion von vielleicht 500 qkm und zum anderen ist die Bucht nicht trocken. ganz im Gegenteil wird sie von vielen kleinen Flüsschen durchbrochen, die interessante Höhlen in die Berge gespült haben, dazu kommen dann noch eine ganze Reihe von kleinen und mittleren Seen und die Reisfelder in der Bucht stehen auch das ganze Jahr unter Wasser. Vielleicht sollte man es eher als „Vietnamesisches Guilin“ bezeichnen, was zudem noch den Vorteil hat, dass sich nicht gnaz so viele Touristen hier tummeln.

So geht es auch über zahlreiche kleine Wasserläufe den Bergen entgegen, ein kleines Dorf lebt hier nur von „Seefahrt“, also besser von Binnenschifffahrt. Eine ganze Menge Schiffe liegen in dem kleinen Seitenarm des Flusses vor Anker und es wird an den Lastkähnen gebastelt und geschraubt. nach hinten geht es dann zwischen den schroffen Felsen hindurch auf den Bai Dinh Tempel zu, den ich eben schon angesprochen hatte.

Diese Temepelanlage hat einen kleineren Berg komplett eingenommen. inzwischen kann man die Anlage nicht mehr durch den unteren Eingan betreten, sondern muss seinen fahrbaren Untersatz ca 3 Kilometer weiter weg parken. Dann gibt es von dort eine recht teueren elektrischen Shuttlebus, der einen zum unteren Tor fährt. Theoretisch könnte man auch laufen, aber das sind dann hin und zurück mit der Tempelbesichtigung 8 Kilometer. Vor einigen jahren war das noch nicht so. Da man für buddhistische Tempel keinen Eintritt nehmen kann, müssen die Leute halt anders abgezogen werden. Trotzdem ist die Anlage imposant, drei große Tempel wurden an den Berg gesetzt, dazu kamen dann noch einen 11 stufige Pagode und ein wandernder Maitrea Buddha Buddha, im chinesischen auch „Budai“ genannt. Der dickbäuchige zumeist lachend dargestellte Wandermönch mit prall gefülltem Bettelsack soll Glück bringen, vor allem, wenn man ihm über den Bauch streicht. Im unteren Tempel befindet sich eine große Guanyin Figur, im mittleren die drei Buddhas der Weltzeiten ( Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) und im obersten tempel dann wieder eine große Sakyamuny Figur. Die Tempel erreicht man über Seitengänge in denen dann noch mehr als 200 überlebensgroße Granitfiguren mit Schutzheiligen des Buddhhismus und Boddhisattvas aufgestellt worden sind. Flankiert werden die gesamten Seitengänge mit zehntausenden Nischen in den jeweils eine Buddhafigur sitzt. Diese werden durch Pilger gestiftet. Bei einer der voranngegangen Touren haben wir einmal hochgerechnet und sind auf über 22.000 Figuren gekommen, die hier herumstehen, das sind ja schon fast burmesische Verhältnisse.

Erstmals besteigen wir auch die 11 stöckige Pagode, na gut, es gibt einen fahrstuhl nach oben und die treppe darf man gar nich beutzen, aber die Aussicht von oben ist grandios, man hat faktisch das ganze berggebiet im Blick und auch die weite Landschaft davor, mit weiteren vereinzelten Karstkegeln, die wie kleine Inseln aus der Landschaft ragen und in der Ferne siehm am auch schon die Stadt Ninh Binh, die heute unser Ziel ist.

Doch vorher müssen wir nach der Tempelbestaunung zurück zu den Rädern und haben noch knappe 20 Kilometer vor uns. Die geht es dann durch das Karstgebiet. Auf einem schmalen Weg tuckeln wir zwischen den Felsen durch und bewundern die Landschaft und die untergehende Sonne, bevor wir die Stadt erreichen und mit dem letzten Licht durch enge gassen bis zum Hotel schlängeln. Die Spezialität der Region ist Ziegenfleisch, das wird gebraten und kommt dann in Reispapierröllchen mit Sternfrucht,grünen Bananen und Kräutern und Nudeln, eine recht leckere Angelegenheit und eine schöner Abschluss für einen endlich trockenen Tag.

Der nächste Tag steht noch einmal im zeichen des karstes um Ninh Binh, wir haben eine Art Ruhetag, das heißt, wir bleiben in der Umgebung. Zuerst radeln wir nach Tam Coc, einen kleinen Ort  südlich von Ninh Binh, und machen den üblichen Bootstrip, den alle machen (müssen). Mit einer Ruderfrau an Bord geht es auf einem kleine Flüsschen durch eine Karstschlucht und zwei Höhlen hindurch, links und rechts Lotusfelder und Reis und auf dem Wasser die vielen Boote mit den Touristen. Die Rudererinnen rudern hier nicht mit den Armen, sondern mit den Beinen! Das sieht dann immer ein bisschen aus wie Radfahren, eine Rudertechnik, die ich bisher nur hier gesehen habe, es sieht auf alle Fälle recht entspannt aus und führt ebenso zum Ziel. Wieder zurück dann fahren wir mit den Rädern um die Hügelkette herum. Auf der anderen Seite befindet sich eine lanhweilige Höhle und eine steile Treppe führt nach oben zu einem Aussichtspunkt. Von hier kann man nun den Fluss, auf welchem wir vor einer Stunde noch entlang gerudert worden waren, wunderbar sehen. Er schlängelt sich durch die Berge und wird von Reisfelden begrenzt, auf dem Wasser dann die vielen kleinen Boote.

 

Auf dem Ho Chi Minh Pfad-Reisebericht Teil 1/5

5. April 2017, 07:53 Uhr

Jetzt geht es los!

Ankunft in Hanoi, das Stadtprogramm mit Ausflug nach Ba Trang und dann auf neuer Strecke in Richtung Süden zur Parfümpagode, wechselhaftes Wetter um die 20 Grad, 4.11.2016 bis 09.11.2016

Simone,Peter und Johann steigen aus dem Flieger, diesmal schrauben wir nicht die Räder, sondern fahren mit einem Kleinbus in die Stadt.Wir hatten dieses Jahr den Flug mit Emirates und der kommt eine gute Stunde später hier an, da schafft man es nicht mehr im Hellen in die Stadt. Wir alle kennen die Stadt schon von vorangegangene Touren, so beschränken wir uns auf die Innenstadt und auf Ruhe und Beschaulichkeit in den kleinen Gassen und am Hoan Kiem See, als auf dem wiederholten Abhaken der Sehenswürdigkeiten.

Neu ist nicht nur die Airline, sondern auch der Endpunkt. Die immerhin schon sechste Auflage meines Ho Chi Minh Pfades führt uns diesmal nicht bis Saigon, sondern nur bis Hoi’an, um die Tour auch arbeitnehmerfreundlich zu gestalten. Finde ich persönlich ein weng schade, da ich auch im Süden ein paar neue Streckenabschnitte probieren möchte.

Am zweiten Tag wollen wir dann langsam einradeln, also raus aus der Altstadt. Dann geht es zuerst an der Mosaikmauer entlang, das ist die längste Mosaikmauer der Welt und wird den Touristen vorenthalten. Warum? Keine Ahnung! Vermutlich weil man nirgends mit den Bussen anhalten kann, der Bürgersteig davor sehr schmal ist. Dabei kann das Kunstwerk sehr wohl mit der „East Side Gallerie“ in Berlin mithalten.Anschließend geht es weiter über die Long Bien Brücke. Das ist die alte Eisenbahnbrück Hanois, gebaut von den Briten, deshalb auch bis heute noch linksverkehr auf den zwei schmalen Spuren neben den Gleisen. Für Autos ist die Brücke nicht erlaubt, aber täglich fahren hier bestimmt noch 100.000 Mopeds hin und her. Abends kommen die Liebespärchen dann zum romantischen Stelldichein.

Von hier geht es dann mehr oder weniger auf dem Damm des Roten Flusses entlang in Richtung Süden. Dort liegt das Dorf bat Trang, in dem Keramik hergestellt wird, fürs ganze Land. Entsprechend viele Läden gibt es und man kann bei allen Produktionsstufen zusehen und wenn man wollte gibt es hier Kurzkurse: „Töpfern für den Weltfrieden!“

Zurück fahren wir dann mit der Fähre über den Roten Fluss und wieder rein in die Stadt mit einer Schleife am Mausoleum des Genossen Ho Chi Minh, der aber wie üblich in dieser Jahreszeit beim Visagist in Moskau weilt. Für ein Foto vor dem Mausoleum zu kommen, lohnt sich aber auch.

Am Wochenende brodelt es besonders in der Hanoier Altstadt. Obwohl ich in Hanoi wohne , komme ich da nie hin, einfach zu viel Stress, da am Samstag oder Sonntag mit Fahrrad oder Moped hinzudüsen, die halbe Stadt ist zugestaut und einen Parkplatz findet man auch nicht und dann mit baby im Gleichschritt duch die Gassen ist auch nicht der Brüller. Da meine Radler aber hier mittendrinnen wohnen, sieht es schon ein bisschen anderes aus, man fällt aus dem Hotel ins pure Leben, sucht sich eine schöne Eckkneipe und genießt die Aussicht; das ist besser als Fernsehen.

Früher gab es in den Kneipen immer Bia Hoi, das leichte Bier aus dem Fass, aber das war dem Ordnungsamt hier zu bunt und so darf hjetzt nur noch aus der Flasche augeschenkt werden und so steht „Hanoi“, „Saigon“ oder „Tiger“ auf der Karte. Wie auch immer, das geschäft läuft, die Starßenretaurants in der Altstadt sind voll. Man hockt auf kleinen Plastikstühlen oder Hölhockern. Die Lawine dieser Bestuhlung wogt dann auf die Straße hinaus, immer wieter und immer, bis die Polizei ihre Runde dreht und alle wieder in Richtung Kneipe rücken müssen.

Eine Straße weiter gibt es dutzende Restaurants, die wenigsten davon sind gut oder auch nur halbwegs gut, gekocht wird meistens irgendwo woanders oder in einer winzigen Küche, in die man lieber keinen Blick werfen sollte. Es geht ja hauptsächlich darum hier am Wochenende den Gewinn zu maximieren.  Braucht man eine Toilette führt einen dann die bedienung drei Straßenecken weiter, links in eine gasse, rechts in einen Nebengasse, dann durch einen dunklen Flur in einen winzigen Hof  und dort, man riecht es schon, ist dann eine Toilette, die man für einen schmalen Obulus bentzen kann.

Zu viele Biere werden es nicht, denn am Morgen wollen wir nach Süden starten. Zuerst rollen wir noch bei meiner Famile vorbei, wir wohnen 10 Kilometer südlich vom Zentrum und am Morgen ist der verkehr zumindest in diese Richtung erträglich. Chung, meine liebe Frau, hat schon eine Runde Mangoshakes vorbereitet. ich präsentiere stolz unser Haus und zeige die Aussicht auf den See, die man von der Terrasse hat, dann starten wir endgültig.

Jetzt geht es nur noch auf kleinen Straßen weiter, an einem Fluss entlang liegen alte Vorstädtchen, entsprechend schmal ist die Straße und immer wieder geht es durch kleine Tore in den nächsten Ort. Schnell wird es dörflicher und bal sehen wir die ersten Reisfelder. Wir stoppen noch einmal an einem alten tempel und werden in einem neuen Tempel von den Mönchen zum Essen eingeladen, es ist aber noch ein wenig zeitig und wir haben gerade einmal 20 Kilometer hinter uns gebracht.

Noch sieht man am Horizont die Hochhäuser der Großstadt, die wie eine Ferne Riesenwelle auf das Land zurollt und hier die Reisfelder mit den vielen kleinen Grabhügeln in ein paar Jahren auch weggespült haben wird. Die wiederkäuenden Wasserbüffel sieht man dann nur noch in der Kühlteke der Fleischabteilung und natürlich schon säuberlich zerlegt. Doch heute können wir noch das flache Land genießen, viel Obstanbau gibt es, Gemüse und in einigen Dörfern werden Reisnudeln produziert. Auf einer ruhigen Dammstraße entfernen wir uns von der Stadt und fahren in eine graue Regenwolke hinein, die wir schon die ganze zeit vor uns her geschoben haben. Nach dem Mittagessen ist der Schauer jedoch wieder vorbei und wir kommen langsam den ersten Karstformationen entgegen. Die letzten Kilometer biegen wir auf eine kleine Nebenstrecke ab und fahren auf einem schönen Feldweg am Fluss entlang, auf der anderen Seite ragen die ersten Kegelberge in die Höhe. Es beginnt noch einmal zu regenen, genau dann als wir heute drei Kilometer nicht asphaltierte Strecke vor uns haben. Nach ein paar hundert Metern im Matsch bewegen sich die Räder nicht mehr. Zum Glück ist es nicht mehr weit bis zur befestigten Straße und weiter vorn im Dorf können wir dann gleich für 50 Cent die Räder absprühen lassen und kommen sauberer an als wir gestartet sind.

Von Luu Giao starten die Boote zur Parfümpagode. Und es gibt ein paar Hotels. Zum Pagodenfestival, welches hier nach dem Tetfest stattfindet brummt hier der Bär, dann kommen mehrere 10.000 Touristen und Pilger am Tag hierher und man sieht den Fluß vor lauter Booten nicht mehr. Heute sieht es jedoch anders aus, nix los hier. Viele der Hotels geschlossen, keine Stände, die irgendwelchen Klimbim an die Leute verklingeln , nur zwei Cafes haben offen.

Ein Hotelchen finden wir trotzdem und landen in den härtesten betten der Welt! Die Vietnamesen haben eine Vorliebe für harte Betten, doch hier bekommen wir nur eine Matratze aus Bambusholz, wunder bar luftig und soll für Kühlung im Sommer sorgen. Seit ich hier in Vietnma lebe, habe ich mir das harte Schlafen angewöhnt und habe jetzt immer Probleme, wenn die Matratzen zu weich sind. Auch das Abedessen ist etwas eintönig, der „Koch“ fischt ein Huhn aus der lauwarmen Suppe und spaltet es für uns mit dem Hackmesser, die Vietnmesen lieben das, die deutschen radler meistens nicht. Dafür hat der Laden ein paar hausgmachte angesetzte Schnäpse, mit denen man das Hühnertier runterspülen kann.

Am nächsten Morgen fahren wir dann drei oder vier Kilometer mit dem Boot, das heißt, man lässt sich Rudern, dann geht es einen wegen der Feuchtigkeit recht glibberigen Weg nach oben. Am Anfang gibt es ab und an noch einen Verkaufsstand, der geöffnet ist, unterwegs ist alles verriegelt und verrammelt. Aussicht haben wir wegne des einsetzenden Regens nicht, aber die Höhle ist toll. In der Mitte steht ein riesiger grün bemooster Karstsockel und im innernen der Höhle herrscht ein tolles Zwielicht. Runterwärts fahren wir dann mit der Seilbahn und suchen uns ein Lokal, wir sind die einzigen Gäste in diesem Laden, der eine Kapazität von mehrerenHundert hat und es gibt fünf solcher Schuppen nebeneinander! Dann geht es zurück zum Hotel im Boot und heute versuchen wir ein anderes Lokal, es gibt ein paar Gerichte , sogar Tofu und grünes Gemüse names Wasserspinat.

Der hohe Norden-Reisebericht Teil 4/4

4. April 2017, 03:29 Uhr

Endspurt nach Sapa

von Bac Ha nach Sapa, noch einmal Berge und Minoritäten und Reisterrassen bei eitel Sonnenschein, in Sapa Pizza und Shopping, vom 17.11.2015 bis zum 21.11.2015

Auch in Bac Ha gibt es einen Sonntagsmarkt, allerdings ist dieser schon touristisch so erschlossen, dass aus Sapa Sonntagmorgen dann 30 große Reisebusse mit Touristen einfallen. Die „lokalen“ Restaurants verfügen über eine Espressomaschine und auf dem Markt gibt es in den ersten Reihen nur Kitsch und Souvenirs. Der „eigentliche“ Markt für die Bergbauern der Region hat sich nach hinten verschoben. Entsprechend aggressiv treten die Händler auf, Bettelnde kommen auch zu Hauf und faktisch jeder lokale Besucher hat nioch ein Körbchen mit Souvenirs vorbei und versucht diese zu verklingeln. Glücklicherweise sind wir montags hier, bei der Aufklärungstour hatte ich mir das Treiben an einem Sonntag angesehen und beschlossen: Das muss nicht sein! Am Montag geht es also dann in Bac Ha recht ruhig zu und für uns am Dienstagmorgen weiter. Unterwegs dann der Dienstagsmarkt in Coc Ly. Nur ein kleiner Markt, aber auch sehr bunt und rundherum tolle Landschaft. Zwar wurde auch dieser markt schon von der Tourimusindustrie entdeckt, aber noch sind die Touristen die Minderheut unter den besuchern. Besonders attraktiv ist hier der Viehmarkt. Zwei müde Wasserbüffel sollen gegeneinander kämpfen, sie schubsen sich aber nur ein wenig träge hin und her und käuen wieder.

Der Rest des Tages ist nicht zu anstrengend, es geht nur 600 Meter hoch und insgesmat wieder über 1200 Meter runter, unten zieht dann der Rote Fluss dahin, den wir schon in Hanoi überquert haben. Wir müssen dann ein paar Kilometer über die hauptstraße, trotzdem gibt es nicht zu viel Verkehr und die Straße ist breit und hat einen fast ebenso breiten seitenstreifen für Radler, Traktoren und Wasserbüffel, sodass das Fahren sehr angenehm ist. Abends kommen wir dann wieder an die Berge heran, übernachten aber noch unten in Tang Long. das Guesthouse ist zwar schon, aber die Restauration fast unerträglich schlecht, wir können das aber mit ein paar Bieren ausgleichen.

Am nächsten Morgen geht es dann gleich auf die Nebenstraße, die ist frisch gebaut und erst seit ein paar Monaten offen, gute Asphalt, aber auch noch ein paar Baustellen, aber nicht mehr als einen Kilometer. Der Anstieg ist am Anfang eher moderat, erst später wird es ab und an etwas steiler. Doch bei jeder Verschnaufpause macht die Aussicht die Anstrengung wieder wett, ein tolles tief eingeschnittenes Tal, kleine Ortschaften und dann wieder Reisterrassen über Reisterrassen. Das wir in Richtung Sapa kommen merken wir nicht nur an der znehmenden Höhe sondern auch an der zunehmenden Dichte der Touristen. Eigentlich wollten wir noch ein Wandertour in dem Ort machen, aber die Touristen laufen einfach von Sapa nur die kleine Straße runter, die wir heute hochfahren und werden dann wieder mit dem Bus afgesammelt und zurück gebracht. Also ist dieser Programmpunkt gestrichen und wir werden stadessen noch eine Runde mit dem rad machen.
Docvh erstmal wollen wir in Sapa ankommen, es ist nicht mehr weit und oben wird es wieder etwas flacher, dann grüßen die ersten Hotels.Sapa hat eine megatouristische Struktur. Die Stadt besteht faktisch nur aus Hotels. Früher waren mal nur die Backpacker hier, dann kamen die Pauschaltouristen aus dem Ausland, heute haben sich die vietnamesischen Wochenendurlauber die Stadt massivst wieder zurückerobertund nun überfluten alle gemeinsam die Landschaft. Für uns ist das gut, denn wir haben die touristenfreine Landschaften schon ausgiebig genießen können und freuen uns eher ein wenig auf etwas Solides zum Essen, Entspannung und ein bisschen mehr Luxus im Hotel.

Vietnamesische Hotels haben so ihre Eigenheiten. In den Touristenstädten ist alles schön und gut und man hat fast europäischen Standard, außer das vielleicht eine Lampe nicht funktioniert, der Duschkopf abfällt oder das Fenster nicht richtig auf oder zu geht. In der Provinz bekommt man in der Regel auch immer ein fast Bett, aber das ist hart bis sehr hart und manchmal sogar knüppelhart. Die Decken werden allerdings mehrfach benutzt. Aber hier baut der erfahrene oder gut beratene Resiende vor und hat seinen Innenschlafsack dabei. Ebenso können die Zimmer nur eine mickrige Glühbirne haben, die falsch verkabelte Elektrik in der Dusche verhilft zu völlig neuen Duscherlebnissen-kann richtiog spannend sein-, die Tapete löst sich von den feuchten Wänden und zum Abtrocknen gibt es ein Handtuch im Format 20 mal 15 Zentimeter. Man könnte ein eigenes Blog dazu veröffentlichen! Aber ich finde, das ist eben wirkliches Reisen und wenn man schon keinen wilden Raubieren begegnet oder auch nicht mit Überfällen wilder Banditen zu rechnen hat, bleibt hier wenigstens noch ein kleines Stück Abenteuer!

Abenteuerlich ist der letzte Tag in Sapa sicher nicht, schön aber doch. Wir schwingen uns noch einmal auf das Rad und fahren noch ein wenig durch die Landschaft hier, nach oben zum nächsten Pass und am Wasserfall vorbei.Auf der anderen Seite des Passes wieder ein tiefes Tal und noch mehr Berge. Den ganzen Tag haben wir gute Sicht, der Gipfel des Fanzipan, dem höchsten berg in Vietnam, ist manchmal in Wolken verhüllt und dann geben die Wolkenfetzen den Gipfel mal wieder frei. Dort wird gerade eine Seilbahn nach oben gebaut, die mächtigen Stationen lassen sich von der Straße aus gut sehen. Was sich hinter dem Fanzipan Gebirgszug verbirgt habe ich auch schon erkundet, allerdings mit dem Moped. Das wird dann im nächsten Jahr die anschließende Radtour: „Die wilden Bergvölker“, die dann den „Rest“ des vietnmesische Nordens abklappert. Wir sind jetzt von Hanoi gegen den Uhrzeigersinn nach Sapa gefahren, die „Bergvölker“ sind dann die Fortsetzung der Tour und wieder zurück in die Hauptstadt. Abends dann noch einmal in ein besseres Restaurant, in dem wir die Tour feiern, hart wars, aber auch sehr schön! Morgen geht es dann schon wieder nach Hanoi zurück!

Die Abfahr nach Lao Cai ist rauschend, die Straße ist gut, allerdings gibt es viel Verkehr. Runterwärts geht das zu ertragen, die Serpentinen nach oben möchte ich das nicht ertragen. Für das nächste mal gibt es dann trotzdem eine andere Route, die ich in diesem Jahr entdeckt habe. In Lao Cai warten wir dann auf den Zug. Die Räder müssen zwei Stunden vor der Abfahrt in den Zug, was ohne Probleme geht. Dann besteigen wir unser Viererabteil und pünktlich um 22 Uhr fährt der Zug ab in Richtung hanoi. Als wir um 9 Uhr aufwachen, sind wir in Hanoi, die Räder gibt es aber auch erst eine Stunde später wieder zurück.

Unsere letzten Stunden in hanoi vergehen damit, die Räder zu verpacken, noch mal zu duschen und noch mal Essen zu gehen, abends dann mit dem Taxi zum Airport raus. Einchecken mit Qatar ist wie üblich kein Problem und das war dann die erste Tour durch den „Hohen Norden“ Vietnams.

Die Tour war härter als geplant uns steht wieder im Programm, natürlich mit ein paar kleinen Veränderungen, die härtesten Tage sind entschärft und das Programm wird etwas runder. Wenn ihr mitfahren wollt oder fragen habt, dann wie immer an : tomtomtofu@gmx.de

 

Der hohe Norden-Reisebericht Teil 3/4

3. April 2017, 11:24 Uhr

Hoch hinauf zu bunten Märkten!

Die härteste Etappe auf allen meinen Touren durch wildes Bergland, dann endlich Sonnenschein und Ausblick auf gigantische Reisterrassen, bunte Minoritäten auf dem Sonntagsmarkt vom 11.11.2015 bis zum 16.11.2015

Morgens ist es noch kühl und neblig und an den ersten Hügeln nebelt und nieselt es ein wenig. Was wir am Morgen noch verfluchen, lernen wir später zu schätzen. Wir wussten, dass es ein harter Tag werden würde, denn ich habe die Strecke ja letztes jahr mit dem Moped aufgeklärt und es sollten 1500 Höhenmeter zusammen kommen, sagte damals mein GPS. Doch wie das mit der modernen Technik so ist, die 1500 Höhenmeter haben wir am frühen Nachmittag schon in den Beinen und es liegen noch Berge vor uns. Der Mittagsort ist nicht sehr einladend, klein und mickrig und die Restauration: etwas fettes Schweinefleisch mit Reis, ist nicht nur etwas dürftig, so richtig einladend ist der Schuppen auch nicht. das einzige „Hotel“ gleich neben an, ein schäbiges Guesthouse……na dann lieber noch ein paar Höhenmeter schrubben.

Am Morgen waren es gleich mal 600 Meter am Stück, die ging es dann gleich wieder runter und danach noch mal 600 Höhenmeter wieder hoch und wieder runter, faktisch zum gleichen Fluss, den wir am Morgen verlassen haben. Nichtsdestotrotz war die Aussicht grandios, teilweise sind wir über den Wolken gefahren, die Straße war klein, aber frisch asphaltiert und faktisch verkehhrsfrei, bis auf eine Hand voll Mopeds, die mal schnell vom Dorf auf „Arbeit“ fahren. Die Mopeds stehen dann irgendwo am Straßenrand und die Leute sind auf dem Feld oder Holz im Wald holen.

Am Nachmittag schrubt sich dann die Straße am Fluss entlang, das klingt gemütlich, doch die Profis wissen, das kann auch alles andere sein, weil es ständig hoch und runter geht und meistens dann auch noch bissige, kleine, steile Stiche. Und genauso sammeln wir dann die weiteren Höhenmeter ein. Gegen halb sechs wird es dann langsam dunkel und zu allem Vergnügen fängt es an zu regnen, aber es sind nur noch 6 (flache) Kilometer bis zum Ziel. Das Guesthouse ist in Ordnung und das restaurant gleich neben an. das Essen ist warm und das Bier ist kalt und wir schön müde nach 2379 Höhenmetern. Ich weiß nicht, ob ich das schon einmal mit Gepäck gefahren bin, vielleicht in meinen frühen in Osttibet, aber auf keinen Fall in den letzten 10 Jahren irgendwo auf meinen Trips hier auf der Webseite.

Doch keine Angst, im neuen Programm habe ich die Etappe ordentlich zurecht gestutzt, es sind nicht mehr 110 Kilometer zu fahren, sondern nur noch 90 Kilometer und statt der 2400 Höhenmeter nur noch 1700. das ist immer noch stattlich, aber dann doch auch Nichtprofis zu realisieren. Ich hatte Glück, dass ich 2015 meine drei Leute gut gekannt habe, alle waren mit mir schon auf Tour und haben entsprechende Kapazitäten.

Endlich ändert sich dann auch die Großwetterlage, von jetzt an nur noch eitel Sonnenschein und weiter schöne Landschaft. Einen Tag lang nicht zu bergig, auf kleiner Straße durch ein breites Ebenes Tal mit viel Landwirtschaft. Dann aber gleich 800 Höhenmeter am Stück in Richtung Hoan Su Phi. Aber die Aussicht!!! Ein weites Tal und unendlich viele Terrassenfelder schön übereinander, eben über 800 Höhenmeter. Die Straße klein und schmal schmiegt sich an den Berg, überall gibt es frische Bächlein und ab und an einen Wasserfall. Wir schrauben uns gemütlich nach oben, es geht so konsequent 6 bis 7% hoch, keine Rampen, dann wird es flacher und hügeklt vor sich hin. Schöne Sicht, aber wir sind doch froh, dann gegen 13 Uhr eine kleine Nudelszube zu finden, davor das Frühstück war 700 Meter tiefer.

Oben dann Hmong Gebiet, Rote Hmong, blaue Hmong, schwarze Hmong und Blumen Hmong…..und keine Touristen, was bedeutet, die laufen tagtäglich noch in ihren trachten umher, zumindest die Frauen. Kein Touristenzoo.Wir legen einen Ruhetag ein, nicht nur weil Sonntag ist, sondern weil Sonntag Markttag ist und da kommen die verschiedenen Hmong aus den noch höheren Bergregionen auf den lokalen Markt und es gibt viel zu gucken und zu staunen.Gehandelt wird natürlich Obst udn gemüse und Fleisch, geschlachtet oder noch lebend an der Leine oder ein Bund Hühner, die an den beinen zusammen gebunden und dann ans Moped gehängt werden. Weiter hinten der Alkohol in blauen 10 Liter Kanistern, sauer vergorenes Zeugs und harter Brandy, von Beidem nippen wir nur und bleiben am Abend beim Bier….interessanterweise ist in vietnmesischen Bier nur Hopfen, Malz, Hefe und Wasser. Die Vietnamesen orientieren sich da an einem alten Gestz des Kaisers von 1516; das Reinheitsgebot. Die Klamottenstände sind nach Ethnien unterteilt, handgestickt ist out und selten, wird heute alles mit der maschine gemacht und auch die Stoffe sind recht plastiklastig, wie auch immer, es sieht schön bunt aus Als modischen Tick dazu leisten sich die jungen Mädels ein paar Stöckelschuhe, sieht natürlich zum Schießen aus, wenn sie damit den Heimweg in die Berge antreten.

Am nächsten Morgen sind wir frisch ausgeruht und schrauben uns auf 1700 Meter hoch, diesmal sit die Steigung heftiger und die Straße recht mäßig, viele große Löcher mit ein bisschen Asphalt drumherum. Wieder liegen die Wolken unter uns und hier oben ist die Sicht grandios. Wir kreuzen noch ein paar kleine Dörfer und werden angestarrt und von den Kindern bejubelt, viele ausländische Radler kommen hier nicht durch, seit Hanoi haben wir auch keine getroffen und seit Babe auch keine anderweitig reisenden Langnasen mehr. Der Pass ist nicht ganz eindeutig, es geht mal wieder ein bisschen runter und ein wenig hoch, dann kommt noch ein Döflein und eine Steigung und plötzlich verbreitert sich die Straße auf 4spurig, ohne dass der Verkehr zunimmt, wir haben gerade die Provinzgrenze überfahren und sind jetzt in der Cao Bang Provinz und da scheint der Parteisekretär noch etwas Geld übrig gehabt zu haben. Wir freuen uns allerdings darüber, denn nun, geht es 1400 Höhenmeter runter bis nach Bac Ha.