Der Scheißtag

9. Oktober 2017

2. Oktober: von Shiso nach Tottori, 110 Kilometer, 900 Höhenmeter, 14 bis 21 Grad, gleichbleibender, kostanter und penetranter Dauerregen

Genauso kann man den Tag mit einem Wort beschreiben, da hilft nicht mal der Kaffee die Laune zu verbessern. Zuerst geht es gut 50 Kilometer mehr oder weniger nach oben, da friert man wenigstens nicht, wenn das Thermometer  nur noch 14 Grad zeigt und alles schön nass ist. Der pass ist dann ein Tunnel und muss nicht auf 860 Meter Höhe, sondern nur auf 750. Am Tunnelausgang ziehe ich mir alles an, was ich dabei habe und mache mich auf die Abfahrt.

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In Österreich wäre ich jetzt verhaftet worden, Burkaverbot und so, selbst die Augenschlitze habe ich noch durch meine Sonnenbrille verhängt. ………..

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Strecke machen!

9. Oktober 2017

1. Oktober: von Osaka nach Shiso, 121 km und 924 Höhenmeter bei Sonne, Wolken bis 26 Grad

Das war also Osaka. Hier werden wir dann 2020 auf die Fähre steigen und nach Shanghai shippern und damit habe ich den ersten Teil meiner Arbeit erledigt, die Strecke von Tokio bis nach Osaka ist erkundet, muss natürlich noch ein wenig rundgelutscht werden, aber das Programm ist abwechslungsreich und die Strecke nicht anspruchslos. Es gibt Kultur, Burgen, Tempel und Schreine, Küste, Meer und Heiße Quellen, Wald und Berge und meer und Hügel……also von allem etwas.

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Für mich beginnt dann der nächste wichtige Abschnitt in Sakaiminato. da werden wir 2020 mit der Fähre aus Wladiwostok und Korea ankommen, doch bis dahin sind es 300Kilometer von hier und Berge liegen auch ordentlich dazwischen.

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Raus aus Osaka ist der Verkehr noch recht straff, dann wechselt es zwischen sehr wenig und mäßig, ich orientiere mich am Zentraken Highway, zu dem es fast immer einen Nebenstraße gibt…….

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Mal kurz übern Hügel nach Osaka

9. Oktober 2017

30. September: Sightseeing in Nara und dann nach Osaka, 47 Kilometer und 670 Höhenmeter, Sonne bis 29 Grad

Das Guesthouse ist wirklich eine Empfehlung. Zwar japanischer Stil, also Dorm-Betten im Doppelstock, aber das Haus ist ein traditionelles, Holzfußboden, Schiebetüren, netter Sitzbereich und kleiner Garten.

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Zuerst noch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abhaken. Nara hat eine großen und wunderschönen Park, dort wo die Rehe herumlaufen. Ich bin schon um 8 Uhr unterwegs und der Touristenstrom beginnt so ganz langsam zu fließen. Die rehe haben keinerlei Scheu vor den Leuten, im Gegenteil, wenn man mit etwas Essbarem winkt, kommen sie sofort zum Touri und lassen sich auch anfassen. Alle sind sehr bemüht ihr Foto mit den possierlichen Tierchen zu schießen. Ab und an quietscht jemand von dannen, weil die Rehe mehr am Inhalt der Taschen als an den Streicheleinheiten interessiert sind.

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Der große Buddha ist beeindruckend, aber toller noch der Tempel drumherum. Hinter der riesigen Bronzefigur gleich die Souvenirstände und der Eintrittspreis ist auch recht ordentlich: 5 € für den Tempel, den man nach 10 Minuten „fertig“ hat. In Japan fehlt mit doch etwas das gefühl für die Religion, wie auf dem koya San, haben die schon vollendet auf Kommerz umgestellt.

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Eintritt frei und kaum Besucher dann im Isui-En Garten……….

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Runter vom Berg, rein in die Stadt

6. Oktober 2017

29. September: Vom Koyasan nach Nara, 12 bis 26 Grad, 89 Kilometer und 619 Höhenmeter, sonnig

Diese blöde Erkälung hat es wirklich in sich, der Ruhetag hat nicht wirklich geholfen und jetzt vergrippt bei 12 Grad den Berg wieder runter. Ich packe mich ordentlich ein und sogar die Handschuhe und Mütze aus und lasse mich dann den Berg runterrollen.

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Unterwegs schöne Aussichten über die Berge, viel geht es durch Wald und Wald und Wald. Auch heute wieder kaum Verkehr auf der Straße und langsam nach unten wird es wärmer. Endlich hat sich auch die Sonne wieder einmal gezeigt. Leider gibt es aber noch einmal einen giftigen Gegenanstieg. Dann öffnet sich die Landschaft und es wird wieder landwirtschftlich, viel Gemüse udn Plantagen mit Khakki Früchten, schade, dass ich die Dinger nicht mag.

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Nach Nara zu kommen ist dann gar nicht so einfach, vor allem wenn man die Hauptstraßen meiden muss oder will, doch es gelingt mir ganz gut und dann freue ich mich doch wieder auf ein bisschen Stadtleben. Auch wenn das in Nara ein bisschen komisch ist, weil hier viele Rehe auf der Straße herumlaufen, die gehören zu den buddhistischen Tempeln hier am Rande der Stadt.

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Habe mit eine kleine Herberge in der Nähe des Buddha-Tempels und des Parks herausgesucht. Die ist sehr traditionell und gemütlich. In der Nähe gibt es dann eine bunte Einkaufsstraße und ich lasse mich heute sogar in einem Lokal verwöhnen. Auf der Straße recht viel Touristen, viele davon Chinesen, bei denen die Stadt sehr weit oben auf der Listre der Sehenswürdigkeiten rangiert.  Abends dann wie üblich zeitig ins Bett, meien Erkältung ist nun wirklich am abklingen.

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Spaziergang auf dem Friedhof

6. Oktober 2017

28. September: Ruhetag in Koya San, Regen und Temperaturen um 16 bis 18 Grad

Regen, Regen, Regen tropft draußen vor dem Fenster recht heftig dahin, da erinnert man sich doch gleich wieder seiner Erkältung und schläft noch ein bisschen weiter. Ganz ungenutzt will ich aber dann den Tag doch nicht verdödeln und entschließe mich zu einem Spaziergang. Regenschirme gibt es überall genug, ebenso hier im Guesthouse, darf man mitnehmen, muss sie nur wieder zurückbringen.

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Was soll man hier tun? In der Stadt gibt es einen Tempel nach dem anderen, da fällt die Auswahl schwer und der Friedhof soll besonders toll sein. Ich bin nun kein Freund von Freidhofsbesuchen, aber der Weg durch den Friedhof der „hinteren Hallen“ hat mich dann doch beeindruckt.

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200.000 Leute aus 1000 Jahren japanischer Geschichte und Gegenwart haben hier Ruhestätte gefunden. Und einige Bäume scheinen so mächtig und alt, dass sie wohl ebenso lange schon auf die Geschichte und tradition der Stätte zurückschauen.

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Je nach Portmonnaie zu Lebzeiten sind auch die Grabstätten gestalltet, klein und unauffällig oder mächtig und pompös. Gerade die alten Gräber, die schon ein paar Jahrhunderte im feuchten Schatten der Baumriesen verbracht haben, sind bemost und verwittert und geben der Begräbnisstätte eher den Charme eines alten Parkes………

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