über tomtomtofu
tomtomtofu – das ist Thomas Krech, geboren 1968 im thüringischen Gera, mit fabelhafter Laufbahn bei den Jung- und Thälmannpionieren und in der FDJ. Mit diesen Vorraussetzungen verschlug es mich dann sogar an die Offiziershochschule in Kamenz. Durch die Wende endete dieser Zweig meiner Kariere abrupt und ich ging zurück nach Thüringen. Dort war ich in Jena an der juristischen Fakultät zwar eingeschrieben, verdiente aber meine Brötchen hauptsächlich mit nächtlichen Einsätzen als Schallplattenunterhalter, was heute auch gern als Dj bezeichnet wird. Nebenbei bereitete ich meine erste große Fahrradreise vor und ab 1992 war ich dann auf Achse: Polen, Litauen, Lettland, Russland, der Kaukasus, Turkmenistan, Tadschikistan, Kasachstan und Kirgisien. Dann schließlich China und Tibet, sowie Indien, Nepal und Bangladesh und Thailand- mehr als zwei Jahre und 35.000 km im Fahrradsattel.
Eine weitere Reise nach China war nötig, um mich endgültig zu einem neuen Studium zu entscheiden: Sinologie. Nebenbei jobbte ich als Fahrradkurier.
Später kam das Kochen als Leidenschaft dazu und ich verdiente meinen Lebensunterhalt abends in Restaurantküchen, erst beim Italiener dann beim Chinesen und zum Schluss im In-Lokal mit novelle cuisine und cross over. Dann kommen die Kids: David und Hannah und mein Auslandsjahr 1999/2000 in Beijing.
David Calvin, geboren 1996, mein größtes Monster mit Interesse für Blödsinn und Computerspiele.
Hannah Julika, geboren 1998, das Prinzessinnenmonster mit Interesse an Prinzessinnen und Pferden.
Peter Deisetsen, geboren 2005, das Krümelmonster mit Interesse an großen Portionen.
Ab 2002 habe ich dann etwas mehr Struktur in meinem Leben gebracht, ich war bis 2008 Dozent Deutsch für Ausländer an der Hartnackschule in Berlin und seit 2003 fahre ich dann regelmäßig für China by Bike nach China und nach Südostasien. 2005 wird dann Peter geboren, another brother from another mother, mein Leben bleibt aber trotzdem erfrischend abwechslungsreich in allen Beziehungen.
Der Athen-Beijing Traum wird wahr und tatsächlich starten 16 verwegene Radler unter meiner Reiseleitung im Februar in Griechenland und kommen am 6.8.2008, zwei Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Beijing auf dem Platz des Himmlischen Friedens an, eine grandiose Tour, die einfach nach mehr verlangte.
2009 ging es dann nach zahlreichen kleinen Touren in “100 Tage China” von Hongkong nach Beijing mit nur zwei Teilnehmer, die Tour war sehr anstrengend, aber gerade in der kleinen Gruppe waren wir sehr flexibel und haben mehr erlebt auf unserer Reise durch winzige Dörfer und an weltbekannten Sehenswürdigkeiten vorbei.
2010 steht wieder einmal der Deutschunterricht im Mittelpunkt meines Lebens. Peter ist inzwischen vier Jahre und mit mir nach Hanoi gereist. Hier wollte ich auch Vietnamesisch lernen, aber sehr viel ist nicht daraus geworden. Es reicht gerade einmal, um ein Bier und eine Nudelsuppe zu bestellen und auszudrücken, das der Preis überhöht ist. Trotzdem habe ich die Zeit genutzt, um eine neue Fahrradtour vorzubereiten.
Im Februar 2011 ging es dann wirklich “Auf dem Ho Chi Minh Pfad” in 37 Tagen von Hanoi bis nach Saigon, eine Tour für gute Radler und Fotografen, denn es geht bergauf und bergab durch faszinierend Landschaften, vorbei an historischen Kulturstätten und durch kleine Dörfer mit wundervollen Menschen und Gesichtern. Und weil es so schön war, wird diese Tour 2013 gleich noch einmal gefahren werden.
2011 war dann wieder ein jahr für die ganz großen Taten, von Berlin nach Beijing über den Baikalsee und die Mongolei,“Transeurasien” hieß die Tour die wir mit 6 Durchfahrern und insgesamt 15 Teilnehmern aufs Beste im September 2011 in Beijing beendet haben. Nach der langen Tourwar ich dann noch einmal nach Tibet auf meiner “Berge, Tempel, Tankhas”, die China by Bike von mir übernommen hat. Anstrengende Kletterei in Atem beraubender Landschaft und viel tibetische Kultur, das ist der Kern dieser wundervollen Tour.
Leider konnte ich dann in diesem Jahr, also 2012 nicht auf das nächste Olympiabenteuer von Hongkong nach London starten, sondern verbringe noch ein halbes Jahr in Berlin an der Hartnackschule in Berlin als Sprachlehrer, bis es dann im herbst wieder nach Russland, in die Mongolei, nach China und Tibet, sowie nach Burma geht……….
….und vielleicht kann ich dann irgendwann meinen Lebenstraum verwirklichen und wie sieht der aus:
Eine Fahrradtour wirklich um die halbe Welt, von Berlin über Moskau an den Baikalsee, von dort dann durch die Mongolei nach Beijing. Dann wird das große Land von Norden nach Süden durchquert und von Hongkong geht es dann nach Vietnam. Auf dem letzten Teil locken dann Cambodia und das unvergleichliche Angkor Wat, sowie Thailand und Malaysia. Und nach knapp einem Jahr hat man dann Singapur erreicht, auf dem Landweg mit dem Fahrrad und dabei ca. 23.000 Kilometer im Sattel zurückgelegt.
“Der internationale Fahrradweg: Berlin-Singapur”-der spinnt ja der Tomtomtofu, aber wir werden ja sehen!