Auf dem Ho Chi Minh Pfad

anspruchsvolle Radtour vom Norden in den Süden Vietnams, auch mit harten Bergetappen,

Strecke: 2100 km

Dauer 37 Tage

Zeitraum: 28.01.2011 bis 05.03.2011

Anmeldungen/Nachfragen: tomtomtofu@gmx.de


Nach sechs Monaten in Hanoi und drei Touren im Norden Vietnams, kenne ich diesen schon recht gut, aber Vietnam ist groß oder besser gesagt lang und bietet genug Raum für mehrere interessante Radtouren. Geschichtsträchtig und revolutionär geht es dabei mehr oder weniger auf dem legendären Ho Chi Minh Pfad entlang, der im Vietnamkrieg den wichtigsten Nachschubweg für die kämpfenden vietnamesischen Truppen darstellte. Damals wurden auf schwerbeladenen Fahrrädern Waffen, Munition und Lebensmittel in den Süden gebracht, zumeist wurden die mit 100 kg schwer beladenen Räder von ein oder zwei Personen geschoben und auch der „Pfad“ war eher eine gedachte Linie durch den Dschungel, als ein Fahrweg.

Bis heute hat sich das natürlich geändert, obwohl der Straßenzustand in Vietnam immer noch von gut bis hundsmiserabel schwanken kann und auch wir werden unser Gepäck selbst transportieren, aber das passt in zwei Packtaschen und bei hoffentlich angenehm warmen und nicht zu heißen temperaturen wird das Radeln durch wilde Landschaft, dichten Dschungel, Kaffeplantagen und unendlichen Reisfeldern eher zu einem vergnügen.

Hier in Hanoi, der Stadt, die im Oktober 2010 ihr tausendjähriges bestehen feiert, beginnt die Tour und dann immer nach Süden, auf dem Weg liegen Minoritätendörfer, Nationalparks, Höhlen und heiße Quellen, die bizarren Felslandschaften in der trockenen Halong Bucht, die Palastanlagen von Hue, die Cham-Tempel von My Son, das Höhenressort von Dalat, ab und zu schöne Strände und viele wilde Straßen am Meer und durch die Berge. Abwechselnd geht es von der Küste wieder zurück auf den eigentlichen Ho Chi Minh Pfad, aber hier wird es auf die Dauer schwierig annehmbare Übernachtungen zu finden und so zieht es uns wieder zurück an die Küste und über den Wolkenpass.

Nach 2300 km erreichen wir dann Saigon und haben das Land von Norden nach Süden durchquert. Dafür habe ich im Moment 35 Tage geplant, eventuell kommen noch ein paar dazu. Reisebeginn wäre das Wochenende um den 23. Januar 2011, die Rückkehr nach Frankfurt dann um den 27. Februar oder bei der längeren Version um den 6.März 2011.


Die Etappen betragen zwischen 5o km und 118 Kilometern, der Durchschnitt liegt bei knapp 80 Kilometern pro Fahrradtag. Das Profil geht von holländisch flach bis hin zu schwerem Mittelgebirge, in Dalat geht es bis auf 2000 Meter Höhe hinauf.

Klimatechnisch ist die Jahreszeit sehr günstig. Es ist Trockenzeit und es ist die kühlste Zeit im Jahr. Nachts können die Temperaturen im Norden auf erfrischende 12 bis 15 Grad fallen, der Tagesdurchschnitt liegt bei 19 Grad Ende Januar. Nach Süden hin wird es dann deutlich wärmer, hier liegen die Nachttemperaturen Ende Februar schon bei 24 Grad und die Tagestemperaturen bei etwa 30 Grad. Also alles in allem ideales Radlerwetter und hoffentlich nicht zu viel Regen, während es im Norden noch 12 Regentage in Februar hat, wird es im Süden mit nur 5 Regentagen trockener. Für die Ausrüstung heißt das fast durchweg kurze Hose, aber für den Abend braucht es dann doch einen dünnen Faserpelz und natürlich gehört die Regenkluft ins Gepäck.

Wie auf allen meinen Privattouren gibt es kein Begleitfahrzeug, aber nach den Erfahrungen der letzten Jahre, lässt sich das Gepäck auf 12 bis 15 Kilogramm reduzieren, also zwei Packtaschen hinten und da ist dann ein dünner Schlafsack schon mit dabei.

Übernachtungen reichen vom Normalhotel mit Klimaanlage, Bad und Dusche bis hin zur einfachen Herberge in kleinen Städten. Hier werden wohl an einigen Orten keine europäischen Marken erreicht, Moskitos und anderes Kleingetier gehören zu den Nachtgästen, sind aber mit der Chemokeule gut zu vertreiben, an vielen Plätzen gibt es dann auch Moskitonetze. Einzelzimmer und Doppelzimmer wird es bis auf möglicherweise ein oder zwei Ausnahmen geben.

Maximal 5 oder sechs Leute werde ich auf die Tour mitnehmen, die Tour hat den Charakter einer Aufklärungstour, das heißt, mir sind nur wenige Orte und Strecken bekannt, aber es wird auf alle Fälle eine spannende und sehr interessante Tour, besonders für Feinschmecker und Fotografen!

Anmeldungen/Nachfragen/weitere Infos:  tomtomtofu@gmx.de