Reisetipps China

 

Tourismus in China

China hat sich in den letzten 15 Jahren zu einer der Top Reisenationen unserer Welt entwickelt. Nicht nur mehr nur für ausländische Besucher ist das Land interessant, im Gegenteil, mit dem starken Anstieg der Zahl der innerchinesischen Touristen werden die „Langnasen“ selbst an den wichtigsten „Sights“ des Landes wieder zur Minderheit und zum Teil der breiten Touristenmasse. Entsprechend hat sich auch die touristische Struktur entwickelt und wird diese in hoher Geschwindigkeit weiter ausgebaut.

War eine Reise in das sozialistische China noch vor 20 Jahren vor allem ein Abenteuer, bei dem man mit der Hotelqualität, Organisation von Transporten, Genehmigungen und Bürokratie zu kämpfen hatte, wird man immer wieder aufs anegenehmste überrascht, was Organisation, Servicequalität und Preisstruktur im Lande angeht. In den Metropolen kann die Qualität, die einem Reisenden bei Übernachtungen und Service geboten wird ohne Probleme international mithalten, in den ländlichen Regionen darf man inzwischen mit einem einfachen Standard rechnen.

Weitab der ausgetretenen Pfade bleiben aber in China noch für Jahrzehnte ruhige Ecken und wunderschöne gegenden und Landschaften zu entdecken, ohne sie mit einer bunten Schar Mitreisender teilen zu müssen. gerade deshalb bietet sich das Fahrrd als optimales Transportmittel im Lande an.

Als Reiseziel bleibt China weiterhin für Gruppenreisen interessant, aber auch für Individualreisende, die Spaß daran haben, die Sprachbarriere mir Händen und Füßen und einem herzhaften Lachen zu überwinden oder aber ihr kommt einfach auf einer meiner Reisen mit.

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Radfahren in China

Aufgrund der nahezu optimalen Infrastruktur im Reich der Mitte findet man überall gut zu radelnde Straßen. In den Hauptstädten gibt es auf jeder Straßenseite eine breite Spur für Fahrradfahrer, Elekrtobikes, Eselskarren und andere langsame Fortbewegungsmittel. Diese Spur gibt es auch auf Fernverkehrsstraßen, so dass selbst auf Straßen mit starkem Verkehr das radfahren nicht zum russischen Roulette wird. Angenehmer ist es jedoch, einfach Nebenrouten zu wählen, dies verfügen zwar dann nicht über den Seitenstreifen, aber die Straßen befinden sicht trotzdem zumeiset in sehr guten Zustand und sind sehr wenig befahren. In den abgelegenen Gebieten wie Xinjian gibt es mitunter keine Alternative zur Autobahn, aber auch hier gibt es wieder die Nebenspur und der Verkehr ist auch nicht zu dicht und gefährlich.

An guten Karten mangelt es dabei nicht im Land und in jeder Kreisstadt wird man in einem der zentralen Buchläden eine detailierte Karte der Provinz finden, allerdings natürlich ist diese nur in chinesischen Schriftzeichen gehalten. Viele Reisende greifen daher auf die Nelles Maps zurück, die es für verschiedene Regionen des Landes gibt, der nachteil dieser karten ist, dass hier jedes chinesische Schriftzeichen fehlt und sie im Lande nicht zu bekommen sind.

In den meisten größeren Städten und in allen touritischen Metroppolen findet man an Zeitungsständen und bei fliegenden Händlern brauchbare Stadtpläne die in Chinesich und Englisch gehalten sind.

Ähnlich sieht es mit der Ausschilderung aus. Auch hier ist man auf den Fernverkehsstraßen noch auf der sicheren Seite, da viele Schilder in Chinesisch und Englisch gehalten sind, das ändert sich aber auf jeder anderen Straße und je tiefer man ins Land eindringt, desto geringer ist die Chance, auf überhaupt einen Wegweiser zu stoßen.

Bleibt noch die Möglichkeit des GPS Routings, welches von Jahr zu Jahr besser wird, hierzu geben frei erhältliche Karten mitunter eine recht ordentliche Deatiltiefe, was kleine Straßen und Ortschaften angeht. Ebenso sieht es mit Offline Maping aus, ich abreit immer recht gerne mit „Maps me“.

Die „Vernamung“ kann allerdings sehr abenteuerlich sein und manche Gegenden sind gut erfasst und bei anderen fährt man über 50 Kilometer durch „weiße Flecken“. Mit einem chinesischen Gerät und entsprechender Karte sieht es da schon besser aus, aber auch hier zeigen sich in ländlichen gebieten Mängel, zumal auch auch hier durchweg nur chinesische Schriftzeichen im Display gezeigt werden, 99,99 % der Nutzer sind eben Chinesen.

Kurz gesagt, führt an einer (Papier)-Karte kaum ein Weg vorbei, man sollte sich zur Überblickskarte in Englisch dann eine regionale Karte besorgen und durchwurschteln, Reisen in China ist und bleibt eben ein Abenteuer!

Eine Alternative zum Mitbringen des Rades ist es, sich in China ein Rad zu kaufen. Das ist in den großen Städten des Landes kein Problem, vor allem Giant verfügt über eine Kette von Läden mit mindestens einer Zentrale in jeder Provizhauptstadt. Hier gibt es ein breit gefächertes Angebot, ein ordentliches Tourenad findet sich ab 350 €, nach oben ist das Angebot dann immer offen, vor allem im Mountainbikebereich findet man brauchbare Räder zu fast europäischen Preisen.

Man sollte das Rad ordentlich durchchecken, da die Mechaniker meist im Akkord schrauben und für Feineinstellungen nicht immer das optimale Gefühl mitbringen. Wenn man mit einem nicht zu übertakelten Rad in der Provinz unterwegs ist gibt es keine Serviceprobleme, was Kette, Schaltung, Bremsen und Züge angeht. In jedem kleinen Fahrradshop findet sich meist ein cleverer Bastler, der für alle größren und jkleineren Probleme eine Lösung findet. Je teurer das Fahrrad ist, um so schwieriger wird es auf dem Land und in der weiten Provinz Ersatzteile zu finden.

In großen Städten wie Beijing/Shanghai/Canton, sowie wie in den Touristenzentren wie Lijiang/Dali/Guilin/Yangshuo und anderen gibt es auch die Möglichkeit sich Räder zu leihen. Die Qualität dieser Räder varieirt sehr stark.

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An-und Abreise/ preiswerte Flüge

Nur die wenigsten werden sich auf internkontinentale Touren begeben und da China gute 10.000 Kilometer von Deutschland entfernt ist, bleibt nur der Flieger als Transportmittel. Im Internet gibt es dazu eine Reihe von Buchungsportalen, die äußerst günstige Flüge nach China vermitteln, wichtig ist es hierbei, nicht nur auf die Flugpreise, sondern auch auf die Flugzeiten zu achten, um nicht stundenlang in den Emiraten oder in Moskau hängen zu bleiben. Empfehlen kann ich Flüge mit Air China, die neben einem guten Service auch Rabatte für gleichzeitige gebuchte Inlandsflüge anbieten. Fahrradmitnahme ist bei vielen Airlines kein Problem, das Rad muss vorher angemeldet sein und wird dann auf das Gepäck mit angerechnet. Das gilt auch bei Inlandsflügen.

Natürlich ist die Anreise aus den Nachbarländern auch mit dem Fahrrad möglich. Hierzu gibt es eine idiotische Bestimmung, nach welcher man theoretisch nicht mit dem Fahrrad in China einreisen darf, was aber nicht heißt, dass man kein Fahrrad als „Reisegepäck“ mitführen darf. Praktisch bedeutet dies, dass man bei der Einreise aus der Mongolei und aus Kirgisien sein Rad auf den nächsten Bus oder LKW oder auf einen Jeep verfrachten und über die beiden Grenzübergänge bringen muss. Bei der Einreise aus Kasachstan, Vietnam oder Laos hatte ich bisher keine Probleme. Der Grenzübergang in Muse/Ruili nach Myanmar ist seit ein paar Jahren geschlossen, weiterhin brauchte man für diesen Grenzübergang auf burmesischer Seite spezielle Genehmigungen.

Bleibt noch die Anreise mit der Transsibirischen Eisenbahn, hier wird es mit dem Fahrradtransport schwierig, denn es gibt kein Gepäckabteil fürs Rad und das Rad muss mit ins Abteil und das lässt sich mit einiger Mühe bewerkstelligen, ist aber eine extreme Belastung für alle, die das Abteil teilen.

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Visa

Die Politik der Visaerteilung für China ist recht breit gefächert und wird von Jahr zu Jahr und von Monat zu Monat unterschiedlich gehandhabt. Kein Problem sind in der Regel Touristenvisa von 30 Tagen Gültigkeit, zu beantragen in der Botschaft im Heimatland. Mitunter ist es möglich in Hongkong oder Bangkok ein chinesisches Visum zu bekommen, nicht möglich ist es in Hanoi und Vientiane/Laos. Länger Visa, also 60 oder gar 90 Tage hängen von der aktuellen politischen Situation ab, meist sind detailierte Reiseangaben, inklusive des Vorweisens von Flugticket und Hotelreservierung notwendig. Seit Beginn des Jahres 2012 ist dies auch für ein 30 Tage Visum erforderlich.

Es ist möglich in größeren Städten Chinas das Visum um bis zu 30 Tage zu verlängern, die Konditionen sind beim lokalen PSB (Public Security Bureau) zu erfragen, ggf. können lokale Agenturen helfen.

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Beste Reisezeit/ Wetter und Klima

Für China gibt es 12 Monate gute Reisezeit, denn das Land ist groß und deckt fast sämtliche Klimazonen der Nordhalbkugel ab. Der Frühling ist die angenehmste Reisezeit fürs ganze Land, vor allem in den zentralen Regionen und um Beijing, aber auch in Tibet ist es im März und April bis Mai sehr angehm und sonnig mit nicht zu vielen Niederschlägen.

Im Sommer ist es in großen Teilen des Landes sehr heiß, jetzt empfehlen sich die Gebirgsregionen des Tienshan-Gebirges im Nordwesten und die Provinz Yunnan im Süden. Vor allem die Provinzen Xinjiang und Inner Mongolei sollte man im Juli wegen der temperaturen um die 40 Grad meiden.

Der Herbst ist wieder die beste Reisezeit für alle Regionen des Landes und im September und Oktober ist die beste Zeit für eine Reise in die Provinz Tibet. Zwar gehen die Temperaturen nachts schon woieder auf die Null Grad Grenze zu, dafür herrscht eine sonnige und trockene Großwetterlage mit klarer Luft und fantastischen Weitsichten.

Liebhaber der Kälte und des Schnees fühlen sich im Winter im Nordosten wohl, alle anderen sind im Süden gut aufgehoben, aber auch hier kann es im Dezember oder Januar zu Schlechtwettereinbrüchen kommen und südlich von Shanghai gibt es in den kühlen Monaten keine Heizung mehr.

Das Klima an der Küste ist sehr stark vom Monsun beeinflusst und in den regenreichen Sommermonaten sollte man die südlichen Regionen meiden, vor allem in den Deltaregionen kommt es sehr häufig zu Überschwemmungen.

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Hotels und Übernachtungen

Waren angemessene Übernachtungen für den Individualreisen in den 80er und 90er Jahren eines der größten Probleme auf einer Chinareise, so hat sich die Situation inzwischen in sein Gegenteil verkehrt. Heute findet man in jeder Kleinstadt meist eine ganze Hand voll recht akzeptabler Hotels. Wer nicht gerade nach Tibet oder in der Wüste radfahren will, der braucht heute kein zelt mehr mitzunehmen. Meist bekommt man ein einfaches Zimmer mit sauberer Bettwäsche und warmer Dusche ab 10 €, in den Großstädten liegen die Preise etwas höher, aber in Beijing und Shanghai lassen sich immer noch akzeptable Unterkünfte im Zentrum für 20 bis 30 Euro finden.

In vielen Großstädten gibt es schon Jugenherbergen und Hostels die in der Preislage zwischen 5 und 10 Euro Betten im Dormitori anbieten.

Doch vergessen wir letztlich nicht, wir reisen in China, irgendetwas im Zimmer funktioniert fast grundsätzlich nicht, entweder fällt die Duschbrause ab, oder aber es gibt nur zu bestimmten Zeiten warmes Wasser oder beim Duschen wird das gesamte Bad geflutet. Meist bietet das Personal den Umzug in eine anderes Zimmer, wo dann vermutlich die Steckdose nicht funktioniert oder der Fahrstul nervt.

Nur noch selten gibt es Probleme damit, dass Hotels manchmal wirklich und manchmal nur angeblich keine Ausländer aufnehmen dürfen. Ist dies der Fall vermittelt die Rezeption gerne an andere Hotels weiter. Wie im ganzen Land gibt es hier nur ein zentrales Problem- die Sprache!

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Sprachen in China

China ist ein Vielvölkerstaat und entsprechend viele Sprachen werden im Lande gesprochen. Dazu kommen dann noch die regionalen Dialekte des Chinesischen. Der Unterschied zwischen Pekinger Mandarin und Kantonesisch ist so groß wie der Unterschied zwischen Deutsch und Dänisch, das heißt, ein Kantonese und ein Shanghaier oder Pekinger reden aneinander vorbei- zumindest theoretisch.

Glücklicherweise ist China ein mehr oder weniger totalitär augelegter Zentralstaat und so wird das Standardchinesisch im Fernsehen gesprochen und in den Schulen gelehrt, so dass man zumindest überall verstanden wird, wenn man ein pasables Mandarin spricht.

Für Tibet macht es sich ganz gut, wenn man, einfach um aufgeschlossener zu wirken, ein paar Floskeln wie „Guten Tag“ oder „Danke“ im lokalen Dialekt streuen zu können.

Aber wer von uns Langnasen spricht schon ein passables Mandarin und mit allen anderen Sprachen sieht es im ganzen Lande schlecht aus. In Beijing oder Shanghai trifft man vielleicht auf Englisch sprechendes Personal im Hotel oder im teueren Lokal, aber das war es dann auch schon. Manchmal bekommt man in Kleinstädten kostenlose Begleitung eines Schülers oder Studenten für ein paar Stunden, der sein Schulenglisch aufbessern will, aber auch hier darf man keine Wunder erwarten. Auch Mimik und Gestik gehen sehr oft an der anderen Kultur vorbei und das in beiden Richtungen, doch auch hier gilt wieder: Reisen ist ein Abenteuer und mit Geduld kommt man ans Ziel…..oder ihr fahrt dann doch wieder mit mir!

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Essen und Verpflegung

Gutes Essen ist schon oft ein hinreichender Grund für eine Chinareise. DIE chinesische Küche gibt es nicht, sondern viele unterschiedliche Regionalküchen und es ist überall leckerer als in den sogenannten Chinarestaurants der Republik, seitdem ich regelmäßig das Reich der Mitte bereise, gehe ich nicht mehr in chinesische Restaurants, jede kleine Brutzelstube in der Provinz ist besser als das, was hier in Berlin geboten wird.

Schwierigkeiten gibt es lediglich bei der Bestellung, auch hier haben wir unser Sprachproblem, aber auch hier gibt es Möglichkeiten. In kleinen Restaurants kann man schnell in die Küche hüpfen und die Zutaten auswählen, die dann in Windeseile auf dem Tisch landen sollen. Man kann auch gnadenlos mit der Bedienung durchs Lokal ziehen und auf die Tische der Chinesen gucken. Das nimmt einem keiner übel, manchmal darf man dann sogar probieren und so kommt man schnell zu einer guten Auswahl an Gerichten, auch wenn man dann manchmal nicht weiß, welches Tier man auf dem Teller hat. Die Gefahr, wenn man es überhaupt als Gefahr sehen will, dass es sich dann doch um Hund, Schlange oder Ratte handelt ist relativ gering.

Wer im Süden des Landes reist, sollte sich auf ein Feuerwerk an Chilie gefasst machen, die schärfsten Küchen findet man in Hunan und Yunnan, was lediglich noch durch die Provinz Sichuan getoppt wird, in der zur der höllischen Chilieschärfe noch der betäubende Sichuanpfeffer in großen Mengen zum Einsatz kommt.

Probleme bereitert dem europäischen Esser lediglich das Frühstück im Land, Geschmackloser Reis oder Bohnenbrei mit eingelegtem Salzgemüse ist nicht Jerdermans Geschmack, gut, dass man dann im Süden oft auf eine Nudelsuppe oder auf eine Schüssel mit Wantan zurückgreifen kann, dazu dann in Öl fritiertes länglicheds Pfannkuchengebäck oder aber man sucht sich einen kleinen Laden der gedämften gefüllte Teigtaschen serviert. Mit Kaffee darf man nur in größeren Hotels rechnen, auch versucht man sich hier oft an einem westlichen oder gemischten Buffet, welches mitunter grandios sein kann, aber dazu sollte das Hotel schon vier Sterne haben. Im touristisierten Gegenden finden sich auch hippe kleine Cafes mit Mochachino und Latte und dazu „Blackforest Cherry Cake“, aber davon hat man in der Tiefe des Landes noch nichts gehört, Kaffesüchtige können aber in jedem Supermarkt kleine Tütchen mit Nestles 3 in 1 Produkten erwerben und heißes Wasser gibt es im Hotel und Restaurant kostenlos.

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Geld und Umtausch

Die chinesische Währung ist das „Volksgeld“ Renminbi (RMB), welches in Yuan gezählt wird, der sich noch einmal in Mao und theoretische Fen unterteilt. Bis vor zwei Jahren schwankte der Umtauschkurs um die 1:7,5, das heißt für einen Euro gab es 7,5 Yuan.

Euro und Dollar tauschen meistalle Filialen der Bank of China gegen Vorlage des Passes, die Angestellten sind sehr hilfreich beim Ausfüllen der notwendigen Formulare, also gleich ein paar Euro mehr tauschen. Dollar und Schweizer Franken werden auch getauscht, es besteht aber keine Notwendigkeit sich vor einer Chinareise mit der US-Währung einzudecken.

In vier Sterne Hotels, Luxusrestaurants und überteuerten Souvenirshops lässt sich auch mit Kreditkarte bezahlen, Bargeld belommt man per Kreditkarte, aber auch per EC-Karte (außer Postbank) an Automaten in jeder Kleinstadt. Nicht jeder Automat ist zu internationalen Transaktionen fähig, aber es gibt überall Banken in großer Menge und so muss man oft nur die Straßenseite wechseln. Die Anzeige der Automaten lässt sich problemlos auf english umstellen. Pro Transaktion können nur zwischen 1500 und 4000 RMB gezogen werden, am besten fährt man auch hier mit der Bank of China.

Mit dem Vorlegen einer Umtauschbescheinigung oder eines Abhebebeleges kann am Flughafen vor der Abreise auch wieder zurück getauscht werden. Theoretisch darf keine chinesische Währung mit ausgeführt werden.

Für Touristen ist es nicht erlaubt ein Konto bei einer chinesischen Bank anzulegen, schade eigentlich, denn es ist kaum anzunehmen, dass der deutsche Fiskus hier eine Anfrage starten würde.

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Krankenschutz

Für eine Chinareise empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, diesen gibt es als Jahrespakete für Urlaubsreisen sehr günstig oder bei diversen Anbietern zu Tagessätzen und diese sind somit auch für längere und lange Reisen geeignet. Meine Empfehlung ist hier die Central KV mit einem Satz von 160 Cent/Tag.

Das Gesundheitswesen in China gestaltet sich für den zahlenden Kunden als problemlos, man bekommt in den Kliniken in den größeren Städten fast europäischen Standard geboten, so fern man sich verständlich machen kann. Chinesische Ärzte sind des Englischen und Lateinischen nicht mächtig, das Krankenhauspersonal ist aber sehr bemührt und es wird dann irgenwo jemand zum Übersetzen aufgetrieben.

Auch in kleinen Städten ist eine medizinische Grundversorgung auf einfachem Niveau gewähleistet. Man sollte sich im Notfall mit der seiner KV unter einer Notfallnummer in Verbindung setzten, diese organisiert alles Weitere und erledigt dann den Papierkram. Bei kleineren Eingriffen reicht es die Belege und alle Unterlage zu sammeln und nach Abschluss der Reise bei der KV einzureichen.

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Kriminalität

China ist an sich ein Land mit einer sehr niedrigen Kriminalitätsrate, noch weniger kommen Ausländer mit Kriminalität in Berührung, möglicherweise auch wegen der drastischen Strafen. Ich möchte China deshalb als eines der sichersten Reiseländer bezeichnen. Trotzdem ziehen Touristenschwerpunkte auch Kleinkriminelle und Taschendiebe an und es ist wie überall auf der Welt ein Mindestmaß an Vorsicht geboten.

In vielen Hotels befindet sich im Zimmer ein Safe, in dem man den Pass, Tickets und wichtige Dokumente zurück lassen kann. Auf Drogen, auch auf den Genuss von Canabisprodukten sollte man in China ganz verzichten. Auf Drogenhandel steht eine konsequent vollstreckte Todesstrafe, da schützt auch die lange Nase nicht davor und die Deutsche Botschaft ist meist sehr weit und tendenziell nicht sehr hilfsbereit.

Gelegentlich befindet sich Falschgeld im Umlauf, was aber auch bedeutet, dass man das Geld auch recht leicht wieder los wird, oder aber man nimmt die „Ein-Euro Blüte“ als Souvenir mit nach Hause. Bei größeren Scheinen lohnt es sich aber, doch einmal einen Blick auf das Wasserzeichen zu werfen.

Von Rauschgift und Marihuana sollte man die Finger lassen, der Besitz wird empfindlich bestraft und bei Händlern wird gern auch die Rübe abgeschnitten! Bei Drogendelikten ist auch kaum Hilfe von der Deutschen Biorschaft zu erwarten.