2. Januar 2008, Laos, Mekong, Boot auf dem Mekong von Pak Beng nach Huay Xai


Es war richtig kalt auf dem Boot heute morgen, eingemummelt in Pullover und Flies und Windjacke zieht die morgendliche feuchte Frische trotzdem bis auf die Knochen. Was soll das erst im Februar in Griechenland, im März in der Türkei und im April im Kaukasus werden? werden wir dort dann noch über schneebedeckte Pässe fahren müssen?

Doch die Sonne saugt die Nebelschwaden über dem Mekong nach und nach auf, die tief hängenden Wolkenfetzen sind um die Hügelketten gewickelt wie ein weißer Schal und erinnern an klassische chinesische Tuschemalereien. Mit den ersten Sonnenstrahlen auf der Haut verfliegen auch die frostigen Gedanken. Schade, morgen kehren wir Laos den Rücken, fast zwei Wochen in einem Land, in dem die Uhren nur halb so schnell gehen. Das Lächeln der Menschen überall wird mir fehlen, die „Sabaidee“ Rufe der Kinder am Straßenrand und die omnipräsente „Beer-Lao“ Werbung, wie das gekühlte Getränk an sich. Noch einmal zaubert die Frau des Bootsmannes ein leckeres Menü mit einem superscharfen Auberginen-Chilli-Pad. Daran werde ich mich in Berlin einmal probieren, aber so gut wie im Lande selbst schmeckt es ja selten zu Hause.

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